Musikverein Ensingen 1955 e.V.

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JUGENDFREIZEIT 2010

29.05.2010 – 02.06.2010 in Wildberg / Schwarzwald

 

Bei strahlendem Sonnenschein startete die diesjährige Jugendfreizeit des Musikvereins Ensingen. Ziel in diesem Jahr: Wildberg im Schwarzwald. 20 Kinder und Jugendliche und 9 Betreuer nutzten die Pfingstferien, um den Schwarzwald unsicher zu machen.

Über die Autobahn ging es in Richtung Neubulach. Auf einem Spielplatz außerhalb Neubulachs wurde die erste Rast eingelegt, denn: Busfahren macht hungrig! Für die Spielgeräte, allen voran die Seilbahn, war dies der erste Härtetest. Zumal mehrere Kids gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit der Seilbahn überprüften. Aber die Seile hielten, was sie versprachen und außer dreckigen Hinterteilen gab es keine Verluste zu verzeichnen.

Anschließend ging es weiter zum Silberbergwerk in Neubulach, wo wir eine Führung gebucht hatten. Ausgestattet mit topmodischen Umhängen, die bei Germanys Next Topmodel sicherlich den ersten Platz belegt hätten und ebenso topmodischen quietsch-orangenen Helmen liefen wir in zwei Gruppen dem jeweiligen Führer hinterher durch die doch mitunter kühlen und feuchten Stollen. Schade war: Ansehen war erlaubt, aber es durfte kein Silber abgebaut werden. Was den weiblichen Teilnehmern nicht entgegenkam, denn gegen ein wenig Silberschmuck hatte doch niemand etwas einzuwenden. Als man jedoch erfuhr, wie anstrengend der Bergbau war, hatte frau den Gedanken doch relativ schnell verworfen, denn das wäre der absolute Fingernagelkiller gewesen.

Am Zielort in Wildberg angekommen, nahm man das Haus des CVJM relativ schnell in Beschlag. Das Haus bestand eigentlich aus zwei Häusern – eines zum Schlafen und viel wichtiger, eines zum Essen. Apropos Essen: nachdem sich die Jungmusiker durch reichlich Kuchen gestärkt hatten, konnte man getrost dem Abendessen entgegenfiebern – Spaghetti Bolognese. Zwischendurch erkundete man noch die Gegend und spazierte, ganz romantisch an der Nagold entlang, in Richtung Bolzplatz. Denn schließlich sollte sonntags das große Fußballturnier stattfinden.

Den Sonntag hatte Petrus wohl verschlafen, denn es regnete in Strömen! Der freie Vormittag wurde dann zum Basteln genutzt, um Gipsmasken herzustellen. Je grusliger, desto besser. Denn dem Motto sollte ja Respekt gezollt werden: dieses Jahr war alles Magische erwünscht! Manche Kinder haben sich dann wirklich übertroffen, und so zierten die Gipsmasken bald diverse Vampirzähne und Warzen. Nachmittags hatte der Wettergott dann doch Erbarmen mit den armen Musikern, und so konnte das ersehnte Fußballturnier stattfinden. Dem Sieger winkte der Wanderpokal des MVE, gefüllt mit Gummibärchen. Geschwächt aber zufrieden marschierte man wieder ans Haus zurück um den Abend bei Gegrilltem ausklingen zu lassen. Leider wurde im Haus gegessen, denn es hatte bereits wieder angefangen zu regnen.

Lt. Wetterbericht sollte der Montag eigentlich ein bisschen besser werden. Gut, ganz so viel geregnet hatte es nicht, aber es war kalt. Herbstlich kalt. Nach dem Frühstück stand eine Wanderung auf dem Programm mit dem viel versprechenden Namen: auf den Spuren von Felix, dem Seewaldfuchs. Mit dem Bus ging es direkt nach Seefeld. 44 knifflige Fragen gab es auf dem ca. 8 km langen Rundweg zu lösen. Da mussten Scherzfragen beantwortet werden, aber es war auch wissenswertes darunter. Oder wer weiß schon, wie viele Meisenarten es gibt oder was ein Eichhörnchen bei der Geburt wiegt? Aufgrund der Kälte konnte man den sehr schönen Rundweg leider nicht so sehr genießen und so war man froh, wieder im Bus zu sitzen. Zurück am Haus gab es dann leckeren Hefezopf und Kaba, dann war die Musikerwelt wieder in Ordnung. 

Abends gab es dann doch „heftige“ Tränen – und zwar bei den Betreuern Elke, Silke und Tanja. Jeder Gruppe wurde die Aufgabe gestellt, ein Ei aus einem halben Meter auf den Boden fallen zu lassen, und zwar ohne, dass dieses Ei zerbricht. Natürlich gab es auch einige Accessoires, die den Sturz bremsen sollten: Gummihandschuh, Pfeifenreiniger, Strohhalm, Wattepad, Korken und ein Faden. Das Betreuerteam verpasste ihrem Ei gleich ein Gesicht und taufte es auf den Namen Claus-Dieter. Claus-Dieter wurde, wie die anderen Eier, entsprechend verpackt, schaffte auch die halb-Meter Marke, musste aber letztendlich, wie seine Mitbrüder, im Mülleimer beerdigt werden. Es gab die abenteuerlichsten Konstruktionen über Luftbett und Eistüte bis hin zum Fallschirm. Spaß war bei diesem Spiel garantiert und es wurden sprichwörtlich Tränen gelacht.

 

Am nächsten Morgen wurde nochmals fest gebastelt. Die Masken wurden verziert und die letzten Hexenhüte für das Küchenteam fertiggestellt. 

Und es musste natürlich für den bunten Abend nochmals geprobt werden. Nach dem Mittagessen wanderte man zum Kamelhof nach Rotfelden. 

Lt. Wanderkarte sicherlich keine große Strecke, aber auf halbem Weg hatte man dann doch beschlossen: nächstes Jahr geht´s an die See, da gibt es keine Berge! Die jüngeren Musiker hatten es etwas besser, sie wurden vom einen oder anderen „großen“ getragen und saßen dann mit frechem Grinsen auf deren Schultern. Wie gut, dass auf dem Kamelhof der Bus wartete. So wusste man, dass man nicht mehr zurückwandern musste! Auf dem Kamelhof selber durfte jeder zuerst eine Runde auf dem Wüstenschiff drehen.

Dann gab es wieder super leckeren Hefezopf und anschließend ging`s zum Kamele streicheln! Zu den Kälbchen durfte man in die Box steigen, was natürlich für Nina und Bianca ein absolutes Muss war. 

 

 

Das absolute Highlight aber war die Strohhüpfburg. Mit Taschenlampe bewaffnet konnte man sich auch durchs unterirdische Strohlabyrinth wagen. Aber auch oberhalb ging es richtig zur Sache. Da wurde manch Großer dann wieder richtig Kind. Nachteil: es war Duschen angesagt. Und das, wo doch Wasser so schlecht für die Haut ist (zumindest war das die Ansicht der kleineren Jungs). Aber Johannes hatte seine Jungs im Griff und somit war jeder am Abend „strohfrei“.

Tja, und dann kam auch schon der bunte Abend und somit der Abschluss der Freizeit. Es wurde verkleidet und geschminkt, bevor man sich im Aufenthaltsraum traf. Der doppelköpfige Drache Ulrike und Larissa empfing die bunte Zauberer-, Vampir- und Hexenschar.

Das Ergebnis des Hexenquiz wurde mitgeteilt und jede Gruppe zeigte, was sie vorbereitet hatte. Es wurde gestaunt und auch Tränen gelacht. Nina alias Professor Dumbledore brachte eine Kugel zum Schweben, selbige zum Verschwinden und verzauberte Karten vor den Augen des erstaunten Publikums. Das Küchenteam flog auf den Besen rund um die Oberhexe Christl. Viel Spaß hatte man mit „ The Mysterious Ticking Noise“. 

Hier ein kleiner Auszug der „Hexensprüche“:

Die kleine Hexe macht ne Reise
sie stielt sich fort, still und leise
auf dem Besen mit Hexenhut
der steht ihr richtig gut

Hogwarts ist ihr erstes Ziel
dort sieht die kleine Hexe viel
sie trifft Zauberer mit Zauberkraft
aus Gryffindor und Hufflepuf

Hinter einer dunklen Mauer
liegt Lord Voldemort auf der Lauer
sie bekommt nen großen Schreck
und fliegt auf der Stelle weg

Weiter geht’s zum kriegerischen Stern
doch der ist leider sehr sehr fern
vom feiern haben alle n`Kater
Darth Vaider sagt: „ich bin dein Vater“

Mit Papi geht´s zu Bibi Blocksberg
die hext mal wieder ein übles Werk
sie verwandelt Bürgermeister Klein
in ein fettes Warzenschwein

Am Abend fliegt sie durch Twilight
das ist ein echtes Highlight
sie speist mit einem Vampir
er trinkt Blut und sie trinkt Bier

Uns fällt jetzt kein Reim mehr ein,
deshalb geht die kleine Hexe heim
der Tag heut war ganz nett
doch jetzt geht sie ins Bett

 

Hasenfuß und Hühnerei, Zaubergeister fliegt herbei
Aus eins mach zwei, aus zwei mach eins, so geht das Hexeneinmaleins
Mövenkot und Fledermaus, das Küchenteam kocht uns jeden Schmaus
Orangensaft mit Todeskuss, der Eddi fährt uns mit dem Bus
Schneckenschleim und Drachenei, hier erlebt man allerlei
Bei Hexentanz und Zauberspruch gab´s so machen Wolkenbruch
Katzenbuckel, Kindertränen, beim Fußball muss man sich ganz schön quälen
Gib uns einen Strauß der Feennelke, die Oberhexe ist die Elke
Zwiebelsaft und Knoblauchzehn, bald müssen wir wieder gehen.
Wir rufen dich großer Zauberschrein, bring uns alle wieder gut heim
Spinnengift und Knochenbruch, das war unser Zauberspruch.

Leider ging es am Mittwoch bereits wieder nach Hause. Bevor wir in Ensingen einflogen, besuchten wir noch den Wildpark in Pforzheim. Hier durften die Kids noch die überaus wilden Ziegen (Tanja: die Ziegen sind nicht gefährlich!!!) füttern und ein wenig auf dem Spielplatz toben.

Fazit: die Freizeit war wieder super! Vielen Dank an dieser Stelle allen, die organisiert und gekocht, bemuttert und bepflastert hatten. Bis zum nächsten Jahr!

 

 

 

 

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Stand: 03. Juni 2010